Kampfgeist bleibt unbelohnt

Kampfgeist bleibt unbelohnt

In Neusiedl ist für den KSC leider nichts zu holen. Foto: Russegger

KSC-Trainer Jochen Fallmann sieht eine Niederlage. Foto: Russegger

 

Die beeindruckende Erfolgsserie ist gerissen! Nach acht Spielen ohne Niederlage muss sich der Kremser SC beim Spitzenspiel in Neusiedl mit 2:3 geschlagen geben. Der grosse Kampfgeist bleibt diesmal unbelohnt.

Das Duell gegen den Sensations-Tabellenführer ist an Dramatik nicht zu überbieten. Vor allem nach dem Seitenwechsel überschlagen sich die Ereignisse. Der KSC – ohne die verletzten Florian Bauer (Knie), Marius Schmidt (Kreuzband) und Paolo Jager (Sehne) und ohne den gesperrten Marcel Pemmer – gerät in der 61. Minute in Rückstand. Nach einem Getümmel im Strafraum schliesst Daniel Markl erfolgreich ab.

Acht Minuten später der Ausgleich. Leo Vielgut zirkelt den Ball aus gut 20 Metern in die Kreuzecke. Ein Traumtor! Schöner geht es nicht!

In dieser Phase ist der KSC dem Führungstreffer näher als Neusiedl. Doch die Burgenländer schlagen eiskalt zu. Arbnor Prenqi trifft nach 80 Minuten zum 2:1 für Neusiedl.

Nur eine Minute später nützt Daniel Markl ein Kremser Blackout zum 3:1. Die Vorentscheidung.

Der KSC steckt nicht auf, beweist Moral und kann in der Nachspielzeit noch einmal verkürzen. Leo Vielgut schnürt den Doppelpack – das 2:3. Da ist er wieder, der „Feelgood-Faktor“. Zum Ausgleich reicht es allerdings nicht mehr.

KSC-Präsident Georg Stierschneider: „Sehr schade. Da wäre mehr für uns möglich gewesen. Aber wir haben leider ein paar Fehler zuviel gemacht.“ Philipp Koglbauer, der trotz seiner beim 0:0 gegen Donaufeld erlittenen Kopfverletzung zunächst auf der Bank saß und dann auch eingewechselt wurde: „Wir müssen mutiger auftreten!“

Die nächste Chance dafür gibt es am Freitag beim Heimspiel gegen Marchfeld.

Neusiedl führt jetzt vor den Young Violets und Marchfeld. Der KSC liegt auf Platz 4.

Christian Russegger